Softwareoptimierung oder Chiptuning? Was ist der Unterschied?
- Furkan Esat
- vor 7 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Um mal zuerst klar zu stellen, ich selbst biete nur Software Optimierungen an. In diesem Bericht werdet ihr auch erfahren wieso. Fangen wir mal an mit der ursprünglichen Geschichte, woher der Name Chiptuning kommt und wieso man diesen noch heute oft umgangssprachlich für Softwareoptimierungen verwendet. Früher hatten Fahrzeuge fix verbaute Chips auf dem Motorsteuergerät, in dem ein vorkonfiguriertes Kennfeld hinterlegt war. Dieses beinhaltete damals noch eher einfache Daten wie z.B. den Zündwinkel in Kombination mit Drehzahl und Last des Motors, sowie die Einspritzmenge des Kraftstoffs. Dann noch einige anderen Korrekturfaktoren abhängig von Kühlmittetemperatur bis hin weiter zu Leerlaufregelung, Lambdaregelung etc. Diesen Chip konnte man nur im ausgebautem Zustand mit einem speziellen Lesegerät lesen sowie beschreiben. Damals haben die Spezialisten diese Kennfelder optimiert und fertig in diesem Chip einprogrammiert verkauft, damit der jeweilige Nutzer es dann in sein Motorsteuergerät verbauen konnte. Dies war z.B. bei benzinbetriebenen Saugermotoren ein gängiger Tuning Weg um gewisse Anpassungen wie für einen höherwertigeren Treibstoff zu ermöglichen oder Drehzahlanhebung und dergleichen durchzuführen. Anders war es bei Turbo getriebenen Dieselmotoren. Bei diesen konnte man ohne große Veränderungen durch Zwischenlöten von Widerständen zwischen gewissen Sensoren (z.B. Temperatursensor des Kraftstoffs oder Drucksensor des Ladedrucks) manipulieren um eine höhere Leistung zu erzielen. Das was ich euch vom Benziner erzählt habe war das klassische professionelle Tuning und das vom Dieselmotor war wie wir es in Österreich nennen würden "Pfusch". Dieser Pfusch hat auch öfters zu Schäden geführt im Vergleich zum echten Chiptuning. Nun dadurch sind jetzt zwei verschiedene Welten entstanden. Der klassische Chip war eigentlich ein professionell hochwertiges Produkt. Dann haben aber die "Pfuscher" ihr Billigtuning a la Widerstand in eine schöne Verpackung verbaut und mit schönen Plug & Play Steckern ausgestattet und somit ein billiges Produkt aussehen lassen wie etwas professionelles. Dann haben Sie diesen ebenso "Chip" genannt obwohl es absolut kein Chip im klassischen Stil war. Die echten Chips hingegen haben sich auf der gleichen Ebene mit den Fahrzeugen weiter entwickelt und werden heutzutage direkt per OBD oder Verbindungskanäle in das Kennfeld des Motorsteuergeräts aufgespielt. Somit ist der alte klassische Chip verfallen und hat sich mit dem Namen Softwareoptimierung ersetzen lassen. Im Prinzip war aber auch der alte Chip auf Softwareebene programmiert. Was sich aber leider nicht geändert hat, waren diese die ihre Widerstände in schönen Verpackungen weiterhin als Chiptuning vermarktet haben. Und JA heute wenn du ein Chiptuning auf Temu, Ebay, Amazon und co bestellst (meistens im Preissegment von ca. 20-80€), der bei gewissen Sensoren dazwischengesteckt wird kaufst erhältst du meistens immer noch dieses alte billige Widerstand Tuning wie von damals! Kein Witz! Und weißt du was das witzigste an der Geschichte ist? Diese sind tatsächlich sogar einfacher eintragbar als die echten Softwareoptimierungen! Und wieso? Nunja den Chip kann man ja physisch sehen und eine Teilenummer drauf packen die dann in einem Gutachten steht. Die Software hingegen nicht. Dann wird auf einen billigen Widerstand, der mit einem schön aussehenden Gehäuse verpackt ist, eine Teilenummer draufgepackt, durch teure Abnahmeprozesse durchgeführt und dann am Ende als professionelles Produkt mit Gutachten vermarktet. Wieso? Weil politisch einfacher .. Tja, Willkommen im Land der Bürokratie meine Freunde!

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